Board: Das 700-Dollar-Tabletop-Gaming-Gerät – ein erster Blick

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Ein neues Gerät namens „Board“ versucht, die Lücke zwischen digitalem und physischem Gaming zu schließen und bietet eine 24-Zoll-Touchscreen-Tischkonsole gepaart mit physischen Spielelementen. Das Konzept ist einfach: Familie und Freunde versammeln sich an einem Tisch, um mithilfe taktiler Elemente Videospiele zu spielen. Doch bei einem Preis von 700 US-Dollar stellt sich die Frage, ob dieses neuartige Erlebnis die hohe Investition rechtfertigt.

Ein physisch-digitaler Hybrid

Board ist nicht nur ein großes Tablet; Es handelt sich um ein sperriges, wandbetriebenes Gerät mit einem gebogenen Magnetrahmen in Holzoptik und integrierten Lautsprechern. Das Design regt zum gemeinsamen Spielen an, aber seine Größe und die Kabelverbindung bringen praktische Nachteile mit sich – einschließlich einer dokumentierten Stolpergefahr beim Testen. Jedes Spiel wird mit physischen Plastikteilen in Druckverschlussbeuteln geliefert, die dem ansonsten digitalen Gameplay eine taktile Dimension verleihen.

Das Gerät startet mit 12 kostenlosen Spielen, die Genres von Arcade-Shootern bis hin zu Strategierätseln abdecken. Obwohl die Auswahl vielfältig ist, wirken viele Titel eher wie Prototypen als aufpolierte Veröffentlichungen. Das angenehmste Erlebnis war Chop Chop, eine physische Version des hektischen Koop-Spiels Overcooked, bei dem Spieler winzige Plastikutensilien manipulieren, um Befehle auszuführen. Ein weiteres Highlight ist Save the Bloogs, eine aktualisierte Version von Lemmings, bei der Spieler physische Teile verwenden, um Charaktere durch tückische Level zu führen.

Die Inhaltsfrage

Die langfristige Rentabilität von Board hängt von seiner Spielebibliothek ab. Das Unternehmen verspricht bis 2026 mindestens zehn neue Titel, Preise und Veröffentlichungspläne bleiben jedoch unklar. Das Fehlen eines Abonnementmodells ist ein Pluspunkt, allerdings könnten die Kosten für zukünftige Inhalte die Gesamtinvestition schnell in die Höhe treiben. Einige vielversprechende Titel, wie das Spionagespiel Spycraft und das Strategiespiel Thrasos, werden derzeit als „bald erhältlich“ gelistet.

Die Qualität der Starttitel variiert. Einige Spiele, wie das Sushi-Thema Omakase, bieten einzigartige Erlebnisse, aber viele basieren auf bekannten Mechanismen. Die Entwickler haben auch einen zukünftigen SDK-Zugriff und das Potenzial für von Benutzern erstellte Inhalte angedeutet, dies bleibt jedoch spekulativ.

Empfang und Bedenken

Die ersten Reaktionen auf den Vorstand waren gemischt. Jüngere Kinder (6–10) werden die taktile Interaktion wahrscheinlich genießen, ältere Spieler finden das Erlebnis jedoch möglicherweise nicht gerade berauschend. Das Gerät ist groß und unhandlich, was die Lagerung zu einer Herausforderung macht. Auch die Haltbarkeit ist ein Problem; Aufgrund der körperlichen Beschaffenheit einiger Spiele kann es insbesondere bei jüngeren Spielern zu grobem Umgang kommen.

Während es dem Board an Online-Multiplayer mangelt, geben die Entwickler an, dass der Touch-Controller auf der Hardware der Hauptgrund dafür ist. Die Fähigkeit der Konsole, mehrere Finger und Teile gleichzeitig zu handhaben, ist vielen Tablets überlegen.

Ein Glücksspiel mit der Zukunft

Karton füllt eine Nische, die derzeit nur wenige Produkte besetzen. Der Infinity Game Table von Arcade1Up (jetzt eingestellt) bot ähnliche digitale Brettspiele, während die Kits von Osmo physische Teile mit Tablets kombinieren. Der Erfolg von Board wird von seiner Fähigkeit abhängen, Drittentwickler anzuziehen und eine robuste Spielebibliothek aufzubauen. Für 700 US-Dollar ist es für Verbraucher ein riskanter Kauf, aber das Potenzial für ein einzigartiges Spielerlebnis ist unbestreitbar.

Ob der Vorstand zu einer dauerhaften Plattform wird, bleibt abzuwarten. Sein Erfolg hängt von der Quantität und Qualität zukünftiger Inhalte sowie von seiner Fähigkeit ab, ein engagiertes Publikum zu gewinnen.