Small-Cap-Aktien, die Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen einigen hundert Millionen und mehreren Milliarden Dollar repräsentieren, bieten historisch gesehen ein höheres Wachstumspotenzial als größere, etabliertere Unternehmen. Dieses Wachstum geht jedoch mit einer erhöhten Volatilität einher. Für Anleger, die sich in diesem Segment engagieren möchten, bieten Exchange Traded Funds (ETFs) eine diversifizierte und effiziente Möglichkeit der Beteiligung.
Warum Small-Cap-Aktien wichtig sind
Historisch gesehen haben Small-Cap-Aktien in Zeiten der wirtschaftlichen Erholung besser abgeschnitten als Large-Cap-Aktien. Dies liegt daran, dass kleinere Unternehmen stärker von der Ausweitung der Kreditvergabe und dem inländischen Wachstum profitieren. Laut S&P Dow Jones Indices ist diese Outperformance ein wiederkehrender Trend. Obwohl das Risiko höher ist, macht das Potenzial für überdurchschnittliche Renditen Small Caps für wachstumsorientierte Anleger attraktiv.
Die besten Small-Cap-ETFs, die Sie in Betracht ziehen sollten
Hier ist eine Aufschlüsselung einiger der führenden Small-Cap-ETFs, basierend auf aktuellen Fondsdaten:
- iShares Russell 2000 ETF (IWM): Bildet den Russell 2000 Index ab, der etwa 2.000 US-amerikanische Small-Cap-Aktien abdeckt. Dieser ETF ist äußerst liquide und wird sowohl von langfristigen Anlegern als auch von Händlern häufig genutzt. Laut FTSE Russell repräsentiert sein Index etwa 8 % der gesamten US-Aktienmarktkapitalisierung.
- Vanguard Small-Cap ETF (VB): Folgt dem CRSP U.S. Small Cap Index und zeichnet sich durch eine niedrige Kostenquote aus. Dieses breite Engagement in allen Sektoren reduziert das Konzentrationsrisiko und macht es ideal für langfristig orientierte Anleger, die Wert auf Kosteneffizienz legen.
- Schwab U.S. Small-Cap ETF (SCHA): Bildet den Dow Jones U.S. Small-Cap Total Stock Market Index ab und erfasst eine breite Palette von Small-Cap-Unternehmen zu niedrigen Betriebskosten. Es ist eine beliebte Wahl für Anleger, die bereits im Schwab-Ökosystem tätig sind.
- SPDR S&P SmallCap 600 ETF Trust (SLY): Verfolgt den S&P SmallCap 600 Index, der nach profitablen Unternehmen filtert. Dieser Screening reduziert das Engagement in unrentablen Unternehmen und senkt möglicherweise das Risiko im Vergleich zu breiteren Small-Cap-Indizes.
- iShares Core S&P Small-Cap ETF (IJR): Bildet auch den S&P SmallCap 600 Index ab, bietet aber eine noch niedrigere Kostenquote. Dieser ETF bietet ein langfristiges Engagement in profitablen Small-Cap-Aktien.
Risiken und Überlegungen
Small-Cap-ETFs reagieren empfindlich auf wirtschaftliche Abschwünge, steigende Zinsen und strengere Kreditbedingungen. Die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) warnt Anleger, sich im Vergleich zu größeren Unternehmen auf größere Rückgänge und längere Erholungsphasen vorzubereiten. In der Vergangenheit weisen Small-Cap-Aktien einen „Größenaufschlag“ auf – höhere langfristige Renditen bei gleichzeitig erhöhter Volatilität. Das bedeutet, dass Anleger mit kurzfristigen Schwankungen klarkommen müssen, um langfristige Gewinne zu erzielen.
Wie Small-Caps in Ihr Portfolio passen
Finanzexperten empfehlen oft ein moderates und diversifiziertes Small-Cap-Engagement. Untersuchungen von Fama und French sowie Daten der Federal Reserve Bank of St. Louis bestätigen, dass Small-Cap-Aktien auf lange Sicht durchweg höhere Renditen erzielt haben, wenn auch mit einem höheren Risiko.
Letztendlich können Small-Cap-ETFs das Portfoliowachstum und die Diversifizierung verbessern, sie sind jedoch keine Option mit geringem Risiko. Breite, kostengünstige Fonds wie VB, IWM oder IJR bieten ein diversifiziertes Engagement, während ETFs auf Basis des S&P SmallCap 600 den Schwerpunkt auf Rentabilität legen. Die beste Wahl hängt von der individuellen Risikotoleranz, dem Anlagezeitplan und der gesamten Portfoliostrategie ab.
Die Daten entsprechen dem Stand vom 20. Januar 2026 und können sich ändern.
