Milliardäre gehen nicht wie die meisten Menschen mit Geld um. Während sich die alltägliche Finanzberatung auf Sparkonten konzentriert, meiden die Superreichen sie größtenteils – nicht weil ihnen die Mittel fehlen, sondern weil sie diese maximieren. Sparkonten bieten niedrige Renditen, die unter Berücksichtigung von Steuern und Inflation oft negativ sind, was sie zu einem ineffizienten Instrument für Personen mit beträchtlichem Kapital macht.
Aber wo legen sie stattdessen ihr Geld an? Die Antwort ist kein Geheimnis; Es sind einfach andere Prioritäten und Zugriffsmöglichkeiten.
Die Kernstrategie: Eigentum, nicht nur Investition
Für die meisten Milliardäre basiert der Reichtum nicht auf der Auswahl von Aktien, sondern auf dem Besitz der Unternehmen, die die Märkte dominieren. Die Forbes-Milliardärsliste bestätigt dies: Die zehn reichsten Personen – darunter Elon Musk (Tesla, SpaceX), Jeff Bezos (Amazon) und Mark Zuckerberg (Meta Platforms) – haben alle ihr Vermögen durch Unternehmensbesitz gegründet oder grundlegend geprägt.
Das ist kein Zufall. Der Aufbau eines weltweit führenden Unternehmens ist der zuverlässigste Weg zu extremem Wohlstand. Während Börsengewinne zu Millionären führen können, erfordert das Erreichen des Milliardärsstatus fast immer die direkte Kontrolle über ein bedeutendes Unternehmen.
Immobilien: Sachwert und Steuervorteile
Milliardäre investieren auch stark in Immobilien. Im Gegensatz zu volatilen Vermögenswerten bieten Immobilien auch in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs einen sichtbaren, greifbaren Wertspeicher. Der Fokus der Superreichen liegt auf Premium-Immobilien – die Art, die immer gefragt ist, unabhängig von den Marktbedingungen.
Über die bloße Wertsteigerung hinaus bieten Immobilien erhebliche Steuervorteile und das Potenzial für Hebelgewinne (Kontrolle eines Vermögenswerts mit einer geringeren Anfangsinvestition). Mieteinnahmen sorgen für einen stetigen Cashflow, während durch strategische Entwicklung oder Akquisition erhebliche Renditen erzielt werden können.
Private Equity: Das exklusive Reich
Private Equity – der Besitz von Anteilen an Unternehmen, die nicht börsennotiert sind – ist ein Favorit unter den Superreichen. Lange Zeit war dieser Markt für normale Anleger unzugänglich, aber das ändert sich. Laut TIGER21, einem Netzwerk vermögender Investoren, war Private Equity im Jahr 2024 die Top-Anlageklasse für seine Mitglieder, da 28 % ihrer Portfolios darauf entfielen.
Der Reiz liegt auf der Hand: höhere potenzielle Renditen, weniger öffentliche Kontrolle und oft mehr Kontrolle über die Anlageergebnisse.
Die Börse: Ein Instrument für bestehenden Reichtum
Sogar Milliardäre beteiligen sich am Aktienmarkt, allerdings nicht als primäre Vermögensaufbaustrategie. Stattdessen nutzen sie es, um Erträge aus ihrem bestehenden Vermögen zu erwirtschaften. Daten der Federal Reserve zeigen, dass die oberen 10 % der Amerikaner unglaubliche 93 % des gesamten US-Aktienmarktwerts besitzen, was ihre Dominanz in diesem Bereich unter Beweis stellt.
Die wichtigste Erkenntnis ist einfach: Milliardäre investieren nicht nur Geld, sie besitzen Dinge, die unabhängig von traditionellen Finanzinstrumenten Wohlstand schaffen. Sparkonten dienen der Erhaltung, während Eigentum dem exponentiellen Wachstum dient.
