Wie viel Immobilien besitzen die Reichen tatsächlich?

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Für die Wohlhabenden zählen Immobilien immer wieder zu den zuverlässigsten Mitteln zum Vermögensaufbau. Aber wie viel Prozent ihres Vermögens steckt genau in Immobilien und was können durchschnittliche Anleger aus ihren Strategien lernen? Die Antwort ist nuanciert. Während Immobilien für viele vermögende Privatpersonen ein Grundpfeiler sind, sind sie selten die einzige Grundlage ihres Vermögens.

Definition von „reich“: Oberschicht vs. die oberen 1 %

Reichtum ist nicht monolithisch. Der Begriff „reich“ variiert je nach Standort erheblich. Einige Staaten stufen einen Haushalt mit einem Nettovermögen von nur 113.000 US-Dollar als wohlhabend ein, während andere fast 700.000 US-Dollar verlangen. Der Klarheit halber unterteilt diese Analyse das Vermögen in zwei Ebenen: die Oberschicht (95.-99. Perzentil) und das oberste 1 %. Die Oberschicht verfügt typischerweise über ein Nettovermögen von 2,5 bis 10 Millionen US-Dollar, während das oberste 1 % über ein Vermögen von Millionen bis Milliarden verfügt.

Die Oberschicht: 19,8 % im Immobilienbereich

Laut Redfins Analyse der Daten der Federal Reserve investieren Haushalte im 95.-99. Perzentil etwa 19,8 % ihres Gesamtvermögens in Immobilien. Dies entspricht einer Investition von etwa 500.000 bis 2 Millionen US-Dollar in Immobilien, oft einschließlich eines Hauptwohnsitzes sowie zusätzlicher Immobilien wie Zweitwohnungen oder Mieteinheiten.

Diese Gruppe diversifiziert sich jedoch aggressiv. Sie verlassen sich nicht ausschließlich auf Immobilien. Stattdessen gleichen sie ihre Portfolios mit Aktien, Anleihen, Altersvorsorgekonten und alternativen Anlagen aus, um das Risiko zu mindern und die langfristigen Erträge zu maximieren. Diese Diversifizierung erklärt, warum Immobilien für sie ein zentraler Bestandteil des Vermögensaufbaus sind, aber nicht der Haupttreiber.

Die Top 1 %: Nur 12,3 % im Immobilienbereich

Das oberste 1 % verfügt insgesamt über weitaus mehr Vermögen, doch Immobilien machen einen überraschend kleineren Teil ihrer Portfolios aus – nur 12,3 %. Das liegt nicht daran, dass man weniger Immobilien besitzt; Ihre anderen Vermögenswerte wachsen einfach schneller.

Die Superreichen legen Wert auf Unternehmenseigentum, Private Equity und erhebliche Aktienbeteiligungen. Diese Vermögenswerte lassen sich effektiver skalieren als Immobilien und sorgen für ein exponentielles Wachstum, das die Wertsteigerung von Immobilien in den Schatten stellt. Die Federal Reserve bestätigt, dass Finanz- und Geschäftsvermögen in den wohlhabendsten Haushalten viel schneller wachsen als Eigentum, wodurch Immobilien vergleichsweise weniger bedeutsam sind.

Lektionen für durchschnittliche Anleger

Die Strategien der Reichen bieten wertvolle Erkenntnisse für alltägliche Anleger:

  • Diversifizieren: Immobilien sind mächtig, aber sie sollten nicht Ihre einzige Investition sein. Kombinieren Sie Immobilieneigentum mit Altersvorsorgekonten, Aktien und diversifizierten Fonds.
  • Überkonzentration vermeiden: Viele Haushalte der Mittelschicht investieren den größten Teil ihres Nettovermögens in Eigenheimkapital. Wenn sich Ihre Finanzen verbessern, wechseln Sie schrittweise zu einem breiteren Vermögensmix.
  • Fokus auf Einkommen und Wertsteigerung: Die Wohlhabenden nutzen Immobilien sowohl für Mieteinnahmen als auch für langfristiges Wachstum. Schon ein einzelnes, gut ausgewähltes Mietobjekt kann Ihre finanzielle Basis deutlich stärken.
  • Denken Sie langfristig: Wohlhabende Anleger bauen über Jahrzehnte hinweg Vermögen durch stetiges, diversifiziertes Wachstum auf – nicht durch die Jagd nach schnellen Gewinnen.

Die Reichen investieren möglicherweise erheblich in Immobilien, aber sie gleichen dies mit umfassenderen Strategien aus. Die Superreichen verlassen sich noch mehr auf geschäftliche und marktbasierte Vermögenswerte, um ihren Wohlstand zu steigern. Für durchschnittliche Anleger können Immobilien ein guter Ausgangspunkt sein, doch Diversifizierung ist der Schlüssel zu dauerhafter finanzieller Sicherheit.