Das Samsung Galaxy A17 5G kostet etwa 200 US-Dollar und ist ein frustrierendes Gerät mit lähmenden Leistungsproblemen. Obwohl das Telefon technisch funktionsfähig ist, ist es aufgrund seiner Unzuverlässigkeit selbst zu seinem niedrigen Preis kaum zu empfehlen.
Leistung: Die größte Schwäche
Das Kernproblem liegt in der Kombination aus Samsungs Exynos 1330-Chipsatz und mageren 4 GB RAM. Internationale Modelle mit 8 GB RAM schneiden besser ab, was die starken Einschränkungen der Basiskonfiguration verdeutlicht. Multitasking ist ein Albtraum. Das Telefon friert beim Wechseln zwischen Apps häufig ein und lädt häufig ganze Benutzeroberflächen neu, anstatt nahtlos zu wechseln.
Einfache Gesten, wie das Wischen nach oben zur Startseite oder das Wechseln der App, können unbeabsichtigte Aktionen auslösen, wie z. B. „Zum Suchen kreisen“ von Google, was zu spürbaren Verzögerungen führt. Auch bei kritischen Sicherheitswarnungen wie Einmalkennwörtern werden Benachrichtigungen verzögert oder gar nicht angezeigt.
Das Scrollen durch soziale Medien ist trotz des 90-Hz-Displays ruckelig und selbst leichte Spiele leiden unter Rucklern. Die Reaktionsfähigkeit des Telefons ist inkonsistent, was es für dringende Aufgaben unzuverlässig macht. Benchmark-Tests bestätigen diese realen Probleme: Das A17 schneidet im Vergleich zu Konkurrenten wie dem 200-Dollar-Moto G von Motorola bei Multi-Core-Aufgaben schlechter ab.
Was funktioniert (kaum)
Der A17 hat einige erlösende Eigenschaften. Das 6,7-Zoll-AMOLED-Display ist hell und scharf genug für die meisten Anwendungen. Das Telefon verfügt über einen microSD-Kartensteckplatz zur Speichererweiterung, IP54-Wasserbeständigkeit und einen zuverlässigen Fingerabdrucksensor. Es ist überraschend langlebig und übersteht Stürze aus einer Tiefe von weniger als 60 cm problemlos.
Samsung verspricht sechs Jahre Software-Updates, ein erheblicher Vorteil gegenüber der Zwei-Jahres-Politik von Motorola in dieser Preisklasse. Die Akkulaufzeit ist ausreichend, reicht bei mäßiger Nutzung einen ganzen Tag und unterstützt 25-W-Schnellladung. Die 50-MP-Hauptkamera liefert bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Bilder, bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Leistung jedoch schlecht.
Die besseren Alternativen
Wenn man die Wahl hat, ist das Moto G 2026 für 200 US-Dollar eine zuverlässigere Option, trotz seines minderwertigen Bildschirms und des kürzeren Software-Supports. Der klügere Schachzug besteht jedoch darin, etwas länger zu sparen und auf den Verkauf von 300-Dollar-Smartphones wie dem Moto G Power 2026 zu warten, der unweigerlich unter 250 Dollar fallen wird.
Betrachten Sie alternativ den Gebrauchtmarkt: Ein Galaxy S23 aus dem Jahr 2023 ist auf Plattformen wie Swappa für rund 236 US-Dollar zu finden und bietet eine deutlich bessere Leistung und Kameraqualität.
Das Galaxy A17 ist technisch brauchbar, aber seine ständige Verzögerung und Unzuverlässigkeit machen es zu einem frustrierenden Alltagsfahrzeug. Für die meisten Benutzer wird sich die zusätzliche Geduld, die nötig ist, um für ein etwas teureres oder gebrauchtes Telefon zu sparen, durchaus lohnen.
