Chinas Technologieschub auf der CES: Von Roboterstaubsaugern zu autonomen Fahrzeugen

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Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat einmal mehr die wachsende Dominanz chinesischer Technologieunternehmen deutlich gemacht: In diesem Jahr stellten über 900 Firmen aus – fast ein Viertel aller Aussteller. Über die typischen Gadgets hinaus enthüllte die diesjährige Präsentation wichtige Trends: aggressive Expansion bei KI-gestützten Brillen, unerwartete Eintritte etablierter Elektronikhersteller in den Elektrofahrzeugmarkt, die schnelle Einführung autonomer Lieferfahrzeuge und der Aufstieg generativer KI-Videotools.

Intelligente Brillen: China übernimmt die Führung

Während Meta über 2 Millionen Ray-Ban-Datenbrillen verkauft hat, entwickeln chinesische KI-Unternehmen in diesem Bereich schnell Innovationen. Unternehmen wie Rokid verschieben Grenzen mit AR-Brillen, die weniger als 50 Gramm wiegen und Vollfarbdisplays, ganztägige Akkulaufzeit und Preise unter 500 US-Dollar bieten.

Die wichtigste Erkenntnis: Die Massenakzeptanz hängt von Erschwinglichkeit und Nutzen ab. Wie Zoro Shao, General Manager von Rokid, betont, gewannen chinesische Elektrofahrzeuge an Bedeutung, als sie einen Marktanteil von 5 % erreichten; Datenbrillen brauchen einen ähnlichen Durchbruch. Die aktuellen Verkäufe machen weniger als 1 % der US-Bevölkerung aus, aber Unternehmen wetten, dass niedrigere Preise (rund 200 US-Dollar) trotz Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes den täglichen Gebrauch ankurbeln werden. Alibaba steigt ebenfalls in den Markt ein, die Markteinführung bleibt jedoch begrenzt.

Von Staubsaugern zu Elektrofahrzeugen: Eine neue Generation von Autoherstellern

Der vielleicht überraschendste Trend: Zwei neue EV-Marken, Nebula Next und Kosmera, sind mit eleganten Prototypen entstanden. Beide sind mit Dreame verbunden, einem großen chinesischen Hersteller von Roboterstaubsaugern. Das ist kein Zufall. Unternehmen wie Roborock und Xiaomi nutzen bestehende Fertigungskompetenzen, um in den Automobilsektor einzusteigen.

Warum das wichtig ist: Chinas etablierte Lieferketten, qualifizierte Ingenieure und Fertigungsökosysteme machen die Produktion von Elektrofahrzeugen relativ zugänglich. Allerdings ist der Erfolg nicht garantiert, wie das gescheiterte Autoprojekt von Apple zeigt. Der Markt wird unweigerlich schwächere Akteure aussortieren.

Der Aufstieg der Roboter: China ist führend bei der autonomen Lieferung

China ist bei der autonomen Lieferung weit vorne. Neolix dominiert den Robovan-Markt mit rund 10.000 im Einsatz befindlichen Einheiten (im Vergleich zu 2.500 Waymo-Autos in den USA). Das Unternehmen verzeichnet ein exponentielles Wachstum und expandiert in internationale Märkte, darunter den Nahen Osten, Ostasien und Lateinamerika.

Die Herausforderung: Die Einhaltung der US-Vorschriften, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Datensicherheit, wird von entscheidender Bedeutung sein. Neolix ist sich dessen bewusst und betont die Notwendigkeit, mit lokalen Partnern und von den Aufsichtsbehörden zugelassenen Cloud-Anbietern zusammenzuarbeiten.

Generatives KI-Video: Die nächste Grenze

Sora von OpenAI hat das Interesse an KI-generierten Videos geweckt, aber chinesische Unternehmen wie Kling (unterstützt von Kuaishou) gewinnen an Bedeutung. Mit über 60 Millionen registrierten Benutzern ermöglicht Kling den Entwicklern die Generierung viraler Inhalte in großem Maßstab. Regisseur Jason Zada ​​hat kürzlich mit Kling ein 105-minütiges YouTube-Video für rund 2.500 US-Dollar an Token-Credits erstellt und damit das Potenzial der Plattform für die kostengünstige Erstellung von Inhalten demonstriert.

Das Fazit: Chinas Technologieindustrie ist nicht nur innovativ; Das Unternehmen expandiert aggressiv in neue Märkte und nutzt dabei seine Fertigungskompetenz und KI-Fähigkeiten. Die Konvergenz von Robotik, Elektrofahrzeugen und KI verändert die Technologielandschaft, wobei China eine dominierende Rolle spielen wird.