Inside Batemates: Der Aufstieg queerer Online-Masturbationsgemeinschaften

14

Eine neue Plattform, Batemates, verändert die Art und Weise, wie Männer sich der kollektiven Online-Masturbation widmen. Im Gegensatz zu früheren vereinzelten Bemühungen über Skype, Zoom oder Foren wie BateWorld bietet Batemates einen speziellen Raum für queere Männer, um Kontakte zu knüpfen und explizite Erfahrungen auszutauschen. Hier geht es nicht nur um Sex; Es geht darum, eine Community in einer Welt aufzubauen, in der Mainstream-Plattformen zunehmend gegen Inhalte für Erwachsene vorgehen.

Die Entwicklung des virtuellen Beizens

Die Praxis der gemeinschaftlichen Online-Masturbation, oft auch „Bating“ genannt, nahm während der COVID-19-Pandemie explosionsartig zu. Da die sozialen Möglichkeiten begrenzt waren, nutzten Männer Video-Chats und Foren, um intime Momente zu teilen. Diese Räume waren jedoch instabil; Skype sperrte den Zugriff, Zoom begann mit der Zensur von Inhalten und Plattformen wie Microsoft Teams verbot anstößiges Material. Dadurch entstand ein Vakuum, das Batemates nun füllt.

Batemates: Eine speziell entwickelte Plattform

Batemates wurde von Johan Guams gegründet und möchte dieser Aktivität eine dauerhafte Heimat bieten. Die App erhebt eine monatliche Gebühr (17,99 $ oder 155 $ pro Jahr) und verifiziert Benutzer mithilfe von Identitätsprüfungen, um ein gewisses Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Die Räume bieten Platz für bis zu 32 Teilnehmer, kleinere Gruppen werden jedoch bevorzugt. Entscheidend ist, dass die Videoteilnahme obligatorisch ist : Benutzer müssen ihre Kameras eingeschaltet lassen, um volles Engagement statt passives Zuschauen zu fördern.

Guams gründete die Plattform, weil er die Heuchelei darin sah, dass Unternehmenstools explizite Inhalte verbieten und gleichzeitig die Tatsache ignorieren, dass „jeder es tut“. Sein Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Männer ihre Sexualität frei erkunden können, ohne Angst vor Zensur haben zu müssen.

Der Aufstieg des „Gooning“ und seine Auswirkungen

Ein wichtiger Trend, der die Beliebtheit von Batemates antreibt, ist das „Gooning“ – intensive, längere Masturbation mit dem Ziel, extreme Erregung ohne Höhepunkt zu erreichen. Im Gegensatz zum gelegentlichen Beißen wird Gooning als ein meditatives Erlebnis beschrieben, bei dem sich die Teilnehmer an den Rand der Ekstase bringen. Diese von der Generation Z auf Plattformen wie TikTok populär gemachte Praxis hat der Online-Bating-Szene ein neues Maß an Intensität verliehen.

Guams kritisiert die Kommerzialisierung des Gooning und argumentiert, dass es beim wahren Gooning um Verletzlichkeit und tiefe Verbundenheit gehe und nicht um performative Darstellungen. Er glaubt, dass Batemates dieses authentische Erlebnis fördern kann, indem es der Gemeinschaft Vorrang vor dem Spektakel einräumt.

Sicherheit, Identität und die Zukunft von Batemates

Batemates verfügt über integrierte Inhaltsmoderation und Filter, um Hassreden und Aktivitäten Minderjähriger zu verhindern. Benutzer können nach ethnischer Zugehörigkeit filtern, eine Funktion, die Guam implementiert hat, da die Mainstream-Bating-Bereiche oft von weißen Männern dominiert werden. Diese Inklusivität, kombiniert mit der Verpflichtung der Plattform zum Datenschutz und zum Verzicht auf Werbung, hebt sie von der Konkurrenz ab.

Da sich Batemates der Marke von 10.000 Mitgliedern nähert, zeigt sein Erfolg die Nachfrage nach speziellen Räumen, in denen Männer ihre Sexualität offen erkunden können. Die Zukunft der App hängt davon ab, dieses Engagement für Authentizität und Gemeinschaft aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die sich ständig verändernde Landschaft der Online-Zensur zu meistern.