Warum es zu dem Inflationsanstieg nach der Pandemie kam

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Es war nicht nur ein Ausrutscher. Es war ein perfekter Sturm aus kaputter Logistik und überquellenden Geldbörsen.

Fabriken geschlossen. Anschlüsse verstopft. Lastwagen standen still. Die globale Lieferkette brach unter der Last der Lockdowns zusammen, die Regale waren leer und die Lagerhäuser durcheinander. Dann kamen die Konjunkturkontrollen. Regierungen druckten Geld. Die Zinssätze sind auf Null gesunken. Die Leute hatten Bargeld, aber nichts zu kaufen.

Dieses Missverhältnis – zu viel Geld für zu wenige Güter – ist die Lehrbuchdefinition der Nachfrageinflation. Aber die Realität war chaotischer. Es war auch ein Kostendruck. Arbeitskräftemangel führte dazu, dass die Löhne steigen mussten. Durch Versandverzögerungen fallen bei jedem Schritt zusätzliche Gebühren an. Die Energiepreise stiegen stark an und trieben die Kosten für alles in die Höhe, von Avocados bis hin zu Aluminium.

Das Ergebnis? Der stärkste Inflationsanstieg seit Jahrzehnten. Kein sanfter Anstieg. Eine Wand.

„Da zu viel Geld zu wenig Waren jagte, begannen die Preise zu steigen.“

Das war nicht nur Pech. Es war ein Zusammenprall zweier gewaltiger Kräfte: Angebotseinbruch und Nachfrageexplosion. Wenn sie gleichzeitig eintrafen, stiegen die Preise nicht nur schleichend. Sie sprangen.

Wer hat es am meisten gespürt? Alle. Aber der Schmerz war ungleichmäßig. Diejenigen mit Ersparnissen schnitten besser ab. Diejenigen, die von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck lebten, sahen, wie ihr Budget über Nacht verschwand. Die Federal Reserve musste sich entscheiden: die Inflation hochlaufen lassen oder die Nachfrage durch Zinserhöhungen drosseln. Sie entschieden sich für Letzteres.

Und die Welt hat sich angepasst. Oder es versucht hat. Einige Sektoren erholten sich schnell. Andere holen noch auf. Die Lektion? Globale Systeme sind fragil. Und wenn sie kaputt gehen, zahlt jeder den Preis.